Vorgebirgspark Skulptur

Vorgebirgspark Köln - Zollstock   _  50677 Köln

thonreinhard@web.de  _  www.vorgebirgsparkskulptur.de

Geöffnet: In jedem Jahr an einem Sonntag im August/September

Verantwortlich: Reinhard Thon

Idee und Ort

Die Idee
Warum findet die Kunst zu viel im Saale statt? Warum ist die aktuelle Kölner Kunstszene zu wenig im urbanen Raum präsent? Das fragen sich auch heute immer noch viele Kölner.
Unter dem optimistischen Motto „Kunst im Park“ fanden sich deswegen 1997 sieben in Sachen „Kunst im öffent­lichen Raum“ engagierte Kunstfreunde als Interessen­gemeinschaft „Kunst im Park“ zusammen. Heute zählt die Interessensgemeinschaft acht ehrenamtlich tätige Mitglieder, die sich das Ziel gesetzt haben, in einem Kölner Park an jeweils einem Sonntag im Spätsommer der Öffentlichkeit künstlerische Projekte zu präsentieren.
So finden seit 1999 im Vorgebirgspark in Köln-Zollstock im August oder September Kunstaktionen statt, die inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden sind und die bei Besuchern und Medien durchweg positives Echo finden. Auch im Jahr 2009 findet am 23. August - zum zehnten Mal - wieder eine Präsentation statt, die inzwischen unter dem Namen „Vorgebirgspark Skulptur“ firmiert.
Besonderer Schwerpunkt bei Besuchern und Veranstaltern liegt dabei auf der Wechselbeziehung zwischen öffentlicher gestalteter Grünfläche und der zunächst ungewohnten Erscheinung von Kunstwerken, die ausschließlich für diesen Ort und diesen Tag im Spätsommer entworfen und ausgeführt werden.

Der Ort
Der 13 ha große Vorgebirgspark wurde 1911 bis 1914 angelegt. Nach Plänen von Fritz Encke gestaltet, war er der erste Volksgarten in Köln. Die ursprünglich als Einzelanlage gebaute Grünfläche ist heute in den Grünzug Süd eingebettet, der den Inneren mit dem Äußeren Grüngürtel verbindet.
Der Vorgebirgspark ist ein besonderes Kleinod garten­architektonischer Gestaltungskunst, insbesondere die Gartenanlage am östlichen Rand. Sie besteht aus vier axial angeordneten Einzelgärten. Man tritt durch den Baumhof ein, um nach links oder rechts in die in sich durchstrukturierten Einzelgärten zu gehen. Der Vergleich Diele und Wohn- und sonstige Zimmer drängt sich gerade­zu auf, aber auch der eines Besuchs im Museum, mit seiner offenen Eingangshalle und den Schausälen.
Diese vier Raumsituationen mit ihren unterschiedlichen Strukturen und Topographien laden regelrecht ein, Skulpturen, insbesondere aber ortsbezogene Arbeiten - Installationen - zu zeigen. Die Auseinandersetzung mit der Gartenarchitektur im Vorgebirgspark stellt für Künstler eine Herausforderung dar, indem die Kunstwerke in einen Dialog mit der Natur und der Parkgestaltung treten. Das Resultat dieser Auseinandersetzung mit der vorhandenen Situation ist vor Ort unmittelbar erlebbar und bildet einen wesentlichen Aspekt der Präsentationen.

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